Gesundheit und Wellness

3 Möglichkeiten, eine vorgefallene Blase zu reparieren

Was verstehen wir unter Blasenvorfall?

Blasenvorfall ist ein Zustand, der nur bei Frauen auftritt und durch ein Herabhängen der Blase in Richtung Vagina gekennzeichnet ist. Die Blase der Frau wird von der Scheidenwand und der Beckenbodenmuskulatur gestützt. Mit zunehmendem Alter und extremen Belastungen wie bei der Geburt wird die Scheidenwand schwach und locker und kann die Blase nicht mehr tragen. Dies führt dazu, dass sich die Blase langsam nach unten in Richtung Vagina bewegt. Dies wird als Blasenprolaps bezeichnet.
Bestimmte anstrengende Aktivitäten wie wiederholtes schweres Heben bei der Arbeit oder zu Hause können ebenfalls zu einem Blasenprolaps führen. Dieser Zustand tritt hauptsächlich bei postmenopausalen Frauen auf. Dies liegt daran, dass Frauen im gebärfähigen Alter ein Hormon namens Östrogen produzieren, das dabei hilft, die Vaginalwand stark zu halten.

Sobald eine Frau die Menopause erreicht, hört sie auf, Östrogen zu produzieren, und dies schwächt die Vaginalwand weiter, was letztendlich zu einem Blasenvorfall führt. Dieser Zustand wird in vier Kategorien unterteilt, nämlich leichter, mittelschwerer, schwerer und vollständiger Blasenvorfall. Während die ersten beiden Kategorien eine minimale Behandlung erfordern, erfordern die beiden letzteren intensive Eingriffe und sogar eine Operation, um die Blase wieder in ihre normale Position zu bringen.

Sobald die Blase wieder an ihren Platz zurückverlagert ist, besteht der nächste Schritt darin, die Scheidenwand und die Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Blasenprolaps erneut auftritt. Dies geschieht manchmal durch Hinzufügen von Material wie einem Netz zur Vaginawand zum Zeitpunkt der Operation, um die schwache Vaginawand zu stützen, aber die Wirksamkeit davon wird in Frage gestellt und das Risiko überwiegt den Nutzen bei weitem und ist daher keine empfohlene Strategie. Hier kommt die Physiotherapie ins Spiel. Die Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Vaginalwand und der Beckenbodenmuskulatur, um einem erneuten Auftreten eines Blasenvorfalls vorzubeugen.

3 Möglichkeiten, eine vorgefallene Blase zu reparieren

Sobald eine Person wegen Blasenprolaps operiert wurde und die Wunden verheilt sind, wird sie zur Stärkung der Vaginalwand und der Beckenbodenmuskulatur zur Physiotherapie geschickt.

Kegel-Übungen zur Behebung eines Blasenvorfalls: Um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, müssen Kegel-Übungen gewissenhaft und korrekt durchgeführt werden. Diese Übungen ziehen die Beckenbodenmuskulatur zusammen und stärken sie so. Kegel-Übungen beinhalten das Zusammenziehen der Beckenmuskulatur, als würde eine Person versuchen, den Urin zu halten und nicht zu urinieren. Am Anfang ist es möglicherweise nicht möglich, sich länger als ein paar Sekunden zusammenzuziehen, und es müssen mehr Wiederholungen durchgeführt werden.

Nach einigen Tagen des Übens kann die Person möglicherweise in der Lage sein, die Beckenbodenmuskulatur länger zu kontrahieren, wenn sich die Muskeln stärken. Wenn die Muskeln wieder an Kraft gewinnen, muss das Timing der Kontraktionen erhöht werden, um sie stärker zu machen. Man kann die Kontraktionen für bis zu 10 Sekunden steigern und dann nach einer Pause von etwa 5 oder 6 Sekunden den Vorgang wiederholen.

Es ist vorzuziehen, Kegel-Übungen in 10er-Sätzen durchzuführen, um die beste Effektivität zu erzielen. Dies ist eine ziemlich einfache Übung und kann überall durchgeführt werden, zu Hause oder bei der Arbeit. Es dauert normalerweise 10 Wochen fleißiger Kegel-Übungen, um eine Verbesserung der Kraft der Beckenbodenmuskulatur zu bemerken.

Elektrostimulation: Dies ist eine weitere Methode, die von Physiotherapeuten angewendet wird, um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Bei diesem Verfahren wird eine Sonde an den Muskeln des Beckenbodens und der Scheidenwand angelegt. Die Sonde wird dann an ein Gerät angeschlossen, das einen kleinen elektrischen Strom an die Muskeln sendet, die sich dann zusammenziehen. Diese durch die elektrischen Ströme verursachten Kontraktionen stärken die Beckenboden- und Vaginalwandmuskulatur.

Biofeedback: Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem ein Sensor die Aktivität der Muskelkontraktionen im Beckenboden und in der Scheidenwand überwacht. Basierend auf den Messwerten des Sensors werden dem Patienten spezifische Übungen zur Kräftigung der Muskulatur gegeben. Biofeedback ist ein sehr wirksames Mittel zur Linderung der Symptome eines Blasenvorfalls.

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